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Der Feind lauscht mit – am heimischen Router

Fast gleichzeitig sind 2 gravierende Lücken in Internet-Routern bekannt geworden. Die eine betrifft sämtliche Kabeldeutschland-Anschlüsse, die andere alle gängigen Fritzbox-Modelle.

Kabeldeutschland hatte wohl über 10 Jahre hinweg eine Sicherheitslücke in der Größe eines Scheunentors offen.  Über einen völlig ungesicherten Wartungszugang konnte ein Angreifer auf das Modem eines jeden anderen Kabeldeutschland-Kunden gelangen und z. B. die übertragenen Daten mitlesen oder auch die daran angeschlossenen PCs angreifen.  Dass dies nun bekannt und von Kabeldeutschland vermutlich behoben wurde, ist ein glücklicher Zufall.

Die zweite soeben bekannt gewordene Sicherheitslücke betrifft die bekannte Fritzbox, die in vielen Haushalten und Firmen den Zugang zum Internet herstellt. Auch hier wurde durch Zufall von einem IT-Experten eine Lücke entdeckt, die es erlaubt Telefonate über fremde Router und somit auf Kosten anderer zu führen, oder aber auch diese gezielt anzugreifen, um die Kommunikation mitzulesen.

In beiden Fällen wird wieder eindrucksvoll dargestellt, dass es nicht ausreicht auf das Sicherheitsbewusstsein des Internetanbieters oder des DSL-Routers zu vertrauen, wenn es darum geht, zwischen dem eigenen Netzwerk und dem Internet eine Firewall aufzubauen.  Die integrierte Firewall der gängigen Router kann durch deren Schwachstellen zu leicht überwunden werden und dann sitzt der Feind schon im Netzwerk und hat alle Möglichkeiten weiteren Schaden anzurichten.

Daher ist es wichtig, zusätzliche Barrieren aufzubauen. Das eigene Netzwerk, in dem wichtige Daten gespeichert werden, sollte durch eine zusätzliche Firewall auf Linux-Basis abgesichert werden. Damit lässt sich eine deutlich schwerer überwindbare Barriere aufbauen. Darüber hinaus bietet das Open-Source-System die Möglichkeit, flexibel an die Bedürfnisse angepasst zu werden. Die Investitionskosten sind aufgrund der fehlenden Lizenzkosten sehr niedrig.

Telekom droht mit IP-Umstellung

Was ist heutzutage wichtiger: Telefon oder Internet?
Der ursprüngliche Zweck der Telefonanschlüsse zur Verwendung als reine Telefonleitung wird mehr und mehr in den Hintergrund gestellt.  Ob man nun über Festnetz, Handy oder Internet telefoniert, ist für die meisten Menschen irrelevant. Wichtiger wird mehr und mehr eine stabile und schnelle Internetanbindung. Ohne diese geht nichts mehr.

Um höhere Bandbreiten beim Internetzugang zu erreichen und dabei die verwendete Technik möglichst wieder zu vereinheitlichen, hat sich die Telekom zum Ziel gesetzt, alle vorhandenen Telefonanschlüsse auf eine neue Technik  umzustellen, die genau das bietet. Was jenseits der Vermittlungsstellen ohnehin schon Stand der Technik ist, nämlich, dass auch Telefonate mittels Internetprotokoll übertragen werden, soll nun bis an die Hausanschlüsse weitergeleitet werden.

Technisch gesehen ist das sicher ein richtiger Schritt in die Zukunft, da damit bessere Internetverbindungen möglich sind. Und nachdem die Kinderkrankheiten, die sich vor allem auf die Sprachqualität niederschlugen, nun auch überwunden sind, kann jeder Einzelne davon profitieren.
Der Nachteil der Umstellung auf IP-Anschluß liegt somit vor allem darin, dass die meisten Haushalte und Firmen neue Endgeräte anschaffen müssen und ein gewisser Umstellungsaufwand erforderlich ist.

Da aber die Telekom angekündigt hat, dass in den nächsten Jahren alle Anschlüsse umgestellt werden, und sei es als Zwangsumstellung, kommt man ohnehin nicht um diese Investition herum.
Da ist es unseres Erachtens sinnvoller, dies aktiv zu einem selbst gewählten Zeitpunkt anzugehen. Im Anschluss daran profitieren Sie dauerhaft von den Vorteilen.

Welche Punkte Sie vor der Umstellung beachten sollten , folgen demnächst in einem eigenen Artikel.